Freitag, 19. Dezember 2008

Barbara ist jetzt Camperin

Ich bin jetzt schon eine Woche lang mit Tessi, Nanni, Ulli und Lisa in 2 Campern unterwegs. Es hat ein paat Tage Eingewoehungszeit gebraucht, aber inzwischen fuehle ich mich bei den viern und ihrem wilden Leben (im Vergleich zu den Hostels davor) richtig wohl. Aber sie machen es mir auch sehr einfach, denn es gibt nie zu wenig zum Lachen und die Regln sind aeusserst einfach:
1) Wir duerfen alles.
2) Wer zuerst duscht verliert
Es ist somit ein sehr angenehm unproblematisches Leben und auch die Tatsache, dass mich keine Farm haben will ist mir inzwischen schon egal. Das wird schon werden.
Die ersten Tage des Camperlebens wurden mir vom schlechten Wetter etwas vermiest. Wir sind die Westkueste raufgefahren und sie hatte mal wieder nichts anderes als Regen zu bieten. Allerdings haben wir uns davon nicht unterkriegen lassen und haben den Fox-Gleyscher besichtigt, naja was man im Nebel davon sehen konnte. Auch der Lake Matheson ist trotz Nebel und ohne Spiegelung des Mount Cook ganz huebsch. Und das nette Cafe gleich daneben eignete sich ganz gut zum trocknen, Kakao trinken, ausspannen und Fuesse warm waschen (und foehnen! - ein Festtag). In Hokitika haben wir dann die Gkleuhwuermchen angeschaut, sie waren entzueckend wie beim ersten Mal. Weiter entlang der rauhen Westekueste ging es zu den Pancakerocks, Felsen die vom Meer geformt wurden und nun ausschauen wie Palatschinkenstapel. Und durch die Blowholes spritzt ab und zu eine Meerwasserfontaene in die Luft. In der Naehe von Murchison haben wir auf einer Walddlichtung uebernachtet, ein sehr nettes Plaetzchen. Da Lisa und Ulli am naechsetn Tag raften gingen, haben Nanni, Tessi und ich einen entspannten Vormittag am Parkplatz in Murchison verbracht. Bei Sonnenschein!!! Mit Camper putzen und Weihnachtskleid umnaehen. Mama du waerst stolz auf mich, wie schoen mir die Blindnaht gelungen ist! Nach dem opulentan Mittagsmahl am Parkplatz sind wir Richtung Picton aufgebrochen und haben sogar noch die Faehre am Abend erwischt. Mit Dusche! Die hatte sogar warmes Wasser und war ziemlich angenehm.
Den gestrigen Tag haben wir in Wellington verbracht. Zur Haelfte im riseigen Museum Te Papa und zur Haelfte mit shoppen und uns gegenseitig Verlieren und Wiederfinden. Und am Abend gabs zum Abschluss noch indisches Fastfood und Kino: Madagaskar 2 (Goeschl, jetzt darfst dus auch anschaun, musst nicht auf mich warten). Und heute fahren wir weiter Richtung Norden, mehr wissen wir noch nicht, was auch egal ist.

Freitag, 12. Dezember 2008

Mein letzter Eintrag bevor ich nach hause reise... :(

Das verregnete Queenstown haben wir so schnell als moeglich verlassen und sind ins sonnige Te Anau gefahren. Dort hat uns eine nette Unterkunft erwartet mit Blick ueber die Berge und Schafweiden. Frueh am nachsten Morgen sind wir Richtung Milford Sound gefahren um dort eine Bootstour zu machen. Da wir wie immer puenktlichst das Haus verlassen haben haben wir es gerade noch rechtzeitig auf das Boot geschafft (Ulli musste vom Parkplatz zum Boot sprinten, damit es nicht ohne sie losfuhr). Der Milford Sound war wunderschoen, wenn auch sehr windig und ein bisschen verregnet. Aber das gehoert ja zum Gesamtpaket dazu. Wir haben viele Wasserfaelle und sogar ein paar Gelbaugenpinguine aus naechster Naehe gesehen. Am Heimweg haben wir dann an vielen Touristenaussichtspunkten gehalten und auch ein paar "Wanderungen" unternommen. Am Abend haben wir uns fuer unsere 3 taegige Wanderung vorbereitet.
Am naechsten Morgen wurden wir von einer netten Dame vom Hostel zum Startpunkt des Kepler Tracks gebracht. Wir hatten uns auf einen 6 stuendigen harten Anstieg vorbereitet, der sich aber im Endeffekt als 4 1/2 stuendige mittelmaessig anstrengende Wanderung herausstellte. Dank gutem Wetter hatten wir "gorgeusn and stunning views" ueber die angrenzenden Berge. Dort haben wir es uns gleich gemuetlich gemacht und Sonne getankt. Kurze Zeit spaeter haben wir auch schon unsere erste Huette erreicht. Beim Abendessen haben wir den Steirer David und den Steffen aus Deutschland kennengelernt und mit ihnen einen unterhaltsamen Abend beim Wuerfeln verbracht.
Fruehmorgens wurden wir von ruecksichtslosen Fruehaufstehern (es handelt sich heirbei nicht um Ulli) schon um 5 Uhr geweckt. Die Wanderung war bei weitem anstrengender als am ersten Tag. Es ging bergauf und bergab, am Grat entlang und der Wind hat uns um die Ohren geweht. Die Aussicht war genauso wunderbar wie am ersten Tag. Der Abstieg am Schluss war fuer uns allle sehr anstrengend und der Anblick der Huette war fuer uns alle eine Erleichterung. Die Entspannungsphase wurde uns von den Sandfliegen sehr schwer gemacht. Trotz aller muedigkeit schafften es David und Steffen doch uns noch fuer eine kurze Wanderung zu begeistern, die mit einem tollen Wasserfall belohnt wurde. Auch an diesem Abend haben wir nicht zu wenig gelacht und sind wiedermal als letzte ins Bett gegangen.
Das hat die Mitbewohner unseres Bunkrooms nur sehr wenig gekuemmert und wir wurden wieder sehr frueh aus dem Schlaf gerissen.
Wegen stroemenden Regens war der letzte Tag sehr muehsam und auch die Umgebung war nicht so abwechslungsreich wie die Tage davor (Wald und Wald und Wald) - der einzige David war begeistert.
Durchgenaesst haben wir uns beim Feuer in der letzten Huette etwas gewaermt und getrocknet, bevor wir das letzte Stueck in Angriff nahmen. Die Motivation fuer die letzten Kilometer waren die Fish und Chips die wir uns am Abend goennen wollten und das haben wir dann auch getan.
Als Ausklang des Abends haben uns Steffen und David auf Bier, Wein, Live-Gitarrenmusik und Sternenblick in ihren Van eingeladen. Und man glaubt es kaum - aber man kann in diesem Van zu fuenft uebernachten...
Am naechsten Tag waren wir das Ueberraschungsgeschenk in Queenstown fuer Tessi zum Geburtstag. Das Wiedersehen war sehr schoen und wir haben den Tag mit Wanderung auf den Huegel nahe Queenstown und spaeterem Abendessen in der Stadt verbracht. Ein bisschen wehmuetig haben wir uns wieder trennen mussen, aber Barbara trifft die 4 ja bald wieder.
Das naechste Ziel unserer Reise war Dunedin - wiedermal eine nette kleine Stadt mit steilen Strasse - sehr zur freude von White Angel und Ulli. In der Cadbury Fabrik haben wir leider Weniger Schokolade abgesahnt als erwartet und die Fuehrung war auch nicht gerade spannend. Dafuer haben wir am Abend noch einen wunderschoenen Spaziergang ueber gruene Schafweiden zum Tunnel Beach gemacht.
Den naechsten Vormittag haben wir mit shoppen in der Stadt und einer anschliessenden Sandduenenwanderung auf der Otago Peninsula verbracht. Unsere Anstrengungen wurden mit ein paar fetten Seehunden belohnt, die Ulli und Esther zuerst mit Baumstaemmen verwechselt hatten. Abends gings dann weiter nach Timaru.
Gestern sind wir in Akaroa angekommen. Trotz aller Muedigkeit und dem nicht allzu gutem Wetter haben wir gleich eine kleine Wanderung auf den naechsten Huegel mit wunderschoenen Ausblicken unternommen. Unseren letzten gemeinsamen Abend mit Esther haben wir recht gemeutlich und entspannt verbracht.
Heute fahren wir noch weiter nach Christchurch wo sich unsere Wege trennen werden. Esther fliegt nach Auckland, Ulli fliegt nach HAuse und Barbara nimmt den Bus nach Queenstown, wo sie Tessi und Co trefffen wird.

Mittwoch, 3. Dezember 2008

Photos

http://picasaweb.google.com/Ulli.Barbara.Graf/WasWirInDenLetzteTagenErlebtHaben#

Regen, Regen und hartes Training

Also, zuerst wollen wir mal loswerden, dass wir sehr enttaeuscht davon sind, wie kommentar-faul ihr geworden seid! Aber wir sind ja nicht boese und halten euch trotzdem noch auf dem laufenden.
Seit Klara uns verlassen hat, regnet es jeden Tag. Aber wir lassen uns davon nicht unterkriegen, denn wir muessen uns ja auf unsere dreitaegige Wanderung vorbereiten, auf der es sicher auch Regen geben wird. Wir haben inzwischen schon die Westkueste abgefahren und zusammenfassend kann man sagen: kalt, rauh, regnerisch. Trotzdem sind wir mitten in unserem Trainigsprogramm fuer den Keplertrack:
- Wanderung im Regen zu den Devils-Punshball-Fallsam Arthurs Pass
- Wanderung im Regen am Lake Kaniere bei Hokitika
- Besichtigung der Glowwormdell im Dunkel der Nacht, die Gluehwuermchen waren sehr lieblich anzuschaun und wollten sich leider gar nicht photografieren lassen, und wir haben uns im Dunkeln fast gar nicht gefuerchtet
- Wanderung in starkem Regen durch die ehemaligen Goldminenfelder von Ross
- eigentlich geplantes Eisklettern am Fox-Gletscher musste wegen starkem Regen abgesagt werden
- Franz-Foseph-Gletscher ist wohl nur fuer Flachlaendler spaktakulaer (schmutzig, im Nebel versunken)
- Wanderung ohne Regen, aber dafuer durch pure Wildnis an der Jacksons-Bay bei Haast
- schlussednlich Treppen stegen mit den schweren Rucksaecken uin unserer Unterkunft in Queenstown (am Huegel gelegen)

Wir sind somit auf alle Eventualitaeten vorbereitet und werden mit leichtigkeit die 6-8 Stunden Wanderung pro Tag und die 1000 Hoehenmeter gleich am ersten Tag bewaeltigen.

Nicht vergessen duerfen wir den netten Abstecher in die Puzzlingworld von Wanaka, in der uns im schraegen Raum sehr schwindlig wurde und wo wir im Labyrinth fats verzweifelt sind. Liebe Birgit, Barbara war begeistert!!

Sonntag, 30. November 2008

Link zu den Photos

http://picasaweb.google.com/Ulli.Barbara.Graf/DieNeuestenPhotos#

Samstag, 29. November 2008

Erste 3 Tages Wanderung in Neuseeland

Gleich am 2. Tag auf der Suedinsel habe ich mit Igor und Esther (2 Deutsche die ich unterwegs kennengelernt habe) eine Wanderung im Abel Tasman National Park unternommen. Genauer gesagt 3 Tage lang. Bevor es aber losgehen konnte mussten wir noch Essen und Ausruestung besorgen. Also sind wir erst um 11 Uhr gestartet. Der erste Tag war die laengste Tour. Es ist zwar nocht so anstrengend wie wandern in Oesterreich (es ging nicht so steil bergauf) aber mit einigen Kilo Gepaeck am Ruecken ist jede kleinste Steigung anstrengend. Aber es hat sich auf jeden Fall gelohnt. Der Wanderweg fuehrte entlang von wuerschoenen einsamen Straenden und Buchten und bot uns wundervolle Ausblicke auf ein tuerkis-blaues Meer. Nach 7h Gehen kamen wir todmuede und von schmerzen geplagt an unserem ersten Zeltplatz an - an einem einsamen Strand. Esther und ich wollten uns sofort im Meer abkuehlen, doch nach einigen Minuten am Strand sitzen haben wir es uns doch anders ueberlegt, da ein sehr kalter wind wehte. Als wir dann unser Zelt endlich aufgestellt hatte (es hat uns einige Zeit gekostet bis wir herausgefunden haben wie) haben wir unser abendessen zubereitet - fertignudeln mit sauce. Nicht besonders lecker - aber wenn man hungrig ist, isst man alles. Am naechsten Tag ging es weiter entlang der kueste - diesmal ging es schon am anfang bergauf - und die schmerzenden Stellen vom Vortag waren auch gleich wieder spuerbar. Nach ca. 4h wandern kamen wir zu einer stelle die nur bei Ebbe ueberquerbar ist - es war trotzdem noch tief genug, sodass wir bis zu den knien nass wurden. Wenig spaeter haben wir auch schon unseren 2. Zeltplatz erreicht, wo wir uns von der wanderung erholen konnten. Esther und ich sind sogar ins Meer schwimmen gegangen. Der letzte Tag war nur noch eine einstuendige Wanderung bis zum Ort, wo wir das Wassertaxi zurueck zum Ausgangspunkt genommen haben.
Da Barbara und Klara mit dem Auto unterwegs waren, musste ich das erste mal wie ein richtiger Backpacker den Bus nehmen um zurueck nach Nelson zu gelangen. Nach einer langen Fahrt bin ich endlich angekommen - vollbepackt mitten im Ort und weit entfernt von meiner Jugendherberge. Erstes Ziel war der Supermarkt um mir etwas leckeres fuer das Abendessen zu besorgen - war gar nicht so leicht mit 2 Rucksaecken auch noch sachen von den Regalen zu nehmen.
Nach dem Einkauf hatte ich noch mehr zu tragen als vorher. Also beschloss ich irgendwen zu finden der mich bis zu meinem hostel bringt. Und ich hatte glueck. Ich habe eine nette Frau gefragt wie weit es denn zu dieser Jugendhernerge sei und sie hatte mitleid mit mir und hat mich dort hingefahren. Ich war echt sehr froh - denn mit dem ganzen Gepack haette es wahr. stunden gedauert bis ich angekommen waere.
Das erste Ziel im Hostel war duschen und waesche waschen - nach 3 Tagen ohne waschgelegenheit freut man sich schon sehr darauf. Den Abend habe ich sehr erholsam verbracht und habe mich am kostenlosen Internet gefreut und endlich mal wieder ein paar e-mails beantwortet.
Am naechsten Tag haben mich Barbara und klara wieder abgeholt und von dort aus gings dann weiter richtung christchurch (siehe Post von Barbara)