Donnerstag, 25. Dezember 2008

Abschied von den Maedels

Die schoene Zeit im Camper ist viel zu schnell vergangen. Und nun bin ich ganz allein zurueckgeblieben, ohne Farm und mit einem Haufen Gepaeck, den ich kaum allein tragen kann. ICh bin schon etwas verwoehnt vom Autofahren und werde mich noch daran gewoehnen muessen, nicht mehr vor jede Haustuer chauffiert zu werden.

Von Wellington aus sind wir an der Westkueste nach Norden gefahren zum Surf-Highway. Nach der langen Fahrt haben wir uns einen Spaziergang am Cape Egmont gegoennt und einen wunderschoenen Schlafplatz direkt am Meer gefunden. Den naechsten Tag haben wir in New Plymouth verbracht, mit Schlendern, Internet und Mittagessen im Park, und einem Kricketmatch als Unterhaltung. Am Abend haben wir den Park gleich nochmal besucht, diesmal mir ganz zauberhafter Beleuchtung. Die Nacht haben wir dann am Fusse das Mt. Taranaki verbracht.

Am naechsten Morgen sind wir frueh aufgestanden und nach dem Fruehstueck zur Wanderung auf den aktiven Vulkan aufgebrochen. Meine LAune war aber von Anfang an eher nicht so toll und meine Wanderlust dementsprechend. 2 Stunden vor dem Gipfel bin ich dann sitzengeblieben, waehrend die anderen ganz rauf gegangen sind. Die 4h Stunden Wartezeit sind irgendwie vergangen und ich war ganz gluecklich als ich von diesem Berg wieder runter war. Und ich sollte mir endgueltig merken, dass ich Berge einfach nicht mag, zumindest nicht zum besteigen. Und wenn ich mir in 2 Jahren die Photos nochmal anschaue, find ich den Mt. Taranaki ja vielleicht auch schoen.

Am naechsten Tag haben wir zuerst unseren Weihnachtsrieseneinkauf erledigt (Essen fuer mindestens 20 Leute), danach sind wir nach Oakura gefahren, wo die anderen ihr Glueck beim Surfen versucht haben. Und sie haben sich recht gut geschlagen, wie die Photos beweisen (siehe blogdiebadehoseein.blogspot.com). Das photographieren war meine verantwortungsvolle Aufgabe. Noch am selben Tag sind wir am forgotten-world-highway Richtung Lake Taupo weitergefahren. Eine wirklich schoene Fahrt durch gruene Huegellandschaft.

Der Weihnachtstag hat dann nicht so gut angefangen mit Regen und einer einer kleinen Autopanne (Bremse machte komische Geraeusche). In der Werkstatt wurde das Problem aber schnell behoben und der Regen hat sich dann auch verzogen, so sind wir gegen Mittag auf unserem Campingplatz am Lake Taupo angekommen, wo auch schon Peter und Doris auf uns gewartet haben. Nach einer ausgiebigen Dusche haben wir den ganzen Nachmittag in der Kueche verbracht mit Backen von Keksen und Brot und Lasagne. Unser Abendessen war sehr ueppig und eigentlich wraen wir schon nach den Aperitivhaeppchen satt, aber wir haben uns tapfer geschlagen und bis 12 Uhr weitergegessen. Nur auf das Schokofondue hatte keiner mehr Lust. Obwohl wir Kerzen angezuendet und ganz viele Weihnachtslieder gesungen haben, war es schon ein ganz anderes Weihnachtsfest als zu Hause, vor allem ohne Christkind. Und auch unser Basilikum-Weihnachtbaum war kein perfekter Ersatz. Aber wir haben das beste daraus gemacht und hatten auf jeden Fall viel Spass.
Den 25. haben wir mit einem Weihnachtsspaziergang und einer Schatzsuche verbracht. Mein Weihnachtskleid hat bewiesen, dass es mehr oder minder auch wandertauglich ist und ist mit mir zusammen die 2 1/2 Stunden ueber Stock und Stein und durch sehr viel Gatsch gestolpert. Nach einigem Suchen haben wir den Schatz, den Birgit und Peter schon vor 2 Monaten fuer uns versteckt hatten, auch gefunden. Und war alle ganz gluecklich. Unsere letzte gemeinsame Nacht haben wir in Taupo verbracht. Taupe werde ich aber morgen verlassen und nach Napier fahren, da gibt es zumindest Meer. Und dann, mal schaun...

Freitag, 19. Dezember 2008

Photos von 14. bis 19. Dezember


Bitte unten anfangen!

die anderen Weihnachtsbaeume in Wellington

neuseelaendischer Weihnachtsbaum (blueht zu Weihnachten), heisst Pohutekawa, oder so aehnlich

Sonnenuntergang ueber der Suedinsel, die wir gerade verlassen

Mittagessen im Sonnenschein

Das Camperleben ist anstrengend (ich darf vorstellen: Weihnachtskleid!)

unser Esszimmer auch

Unsere Kueche reist mit uns

Nanni macht Appetithaeppchen

die wilde West-Coast hat auch einiges schoenes zu bieten

Blowhole

Pancakerocks

ein weiterer (verregneter) Strand an der West-Coast

schlendern am Gillespie-Beach

Ausspannen im (trockenen) Cafe

Wir lassen uns vom Regen nicht unterkriegen

Lake Matheson (bei schoenem Wetter wuerde man da die Spiegelung vom Mt. Cook im Wasser sehen)

Fox-Gletscher

Die stuermische und sehr regnerische West-Coast

Mein neues Zuhause (zwar ohne Dusche und Backofen, aber dafuer mit Meer- und See- und Waldblick)

Ich bin jetzt Camperin

Barbara ist jetzt Camperin

Ich bin jetzt schon eine Woche lang mit Tessi, Nanni, Ulli und Lisa in 2 Campern unterwegs. Es hat ein paat Tage Eingewoehungszeit gebraucht, aber inzwischen fuehle ich mich bei den viern und ihrem wilden Leben (im Vergleich zu den Hostels davor) richtig wohl. Aber sie machen es mir auch sehr einfach, denn es gibt nie zu wenig zum Lachen und die Regln sind aeusserst einfach:
1) Wir duerfen alles.
2) Wer zuerst duscht verliert
Es ist somit ein sehr angenehm unproblematisches Leben und auch die Tatsache, dass mich keine Farm haben will ist mir inzwischen schon egal. Das wird schon werden.
Die ersten Tage des Camperlebens wurden mir vom schlechten Wetter etwas vermiest. Wir sind die Westkueste raufgefahren und sie hatte mal wieder nichts anderes als Regen zu bieten. Allerdings haben wir uns davon nicht unterkriegen lassen und haben den Fox-Gleyscher besichtigt, naja was man im Nebel davon sehen konnte. Auch der Lake Matheson ist trotz Nebel und ohne Spiegelung des Mount Cook ganz huebsch. Und das nette Cafe gleich daneben eignete sich ganz gut zum trocknen, Kakao trinken, ausspannen und Fuesse warm waschen (und foehnen! - ein Festtag). In Hokitika haben wir dann die Gkleuhwuermchen angeschaut, sie waren entzueckend wie beim ersten Mal. Weiter entlang der rauhen Westekueste ging es zu den Pancakerocks, Felsen die vom Meer geformt wurden und nun ausschauen wie Palatschinkenstapel. Und durch die Blowholes spritzt ab und zu eine Meerwasserfontaene in die Luft. In der Naehe von Murchison haben wir auf einer Walddlichtung uebernachtet, ein sehr nettes Plaetzchen. Da Lisa und Ulli am naechsetn Tag raften gingen, haben Nanni, Tessi und ich einen entspannten Vormittag am Parkplatz in Murchison verbracht. Bei Sonnenschein!!! Mit Camper putzen und Weihnachtskleid umnaehen. Mama du waerst stolz auf mich, wie schoen mir die Blindnaht gelungen ist! Nach dem opulentan Mittagsmahl am Parkplatz sind wir Richtung Picton aufgebrochen und haben sogar noch die Faehre am Abend erwischt. Mit Dusche! Die hatte sogar warmes Wasser und war ziemlich angenehm.
Den gestrigen Tag haben wir in Wellington verbracht. Zur Haelfte im riseigen Museum Te Papa und zur Haelfte mit shoppen und uns gegenseitig Verlieren und Wiederfinden. Und am Abend gabs zum Abschluss noch indisches Fastfood und Kino: Madagaskar 2 (Goeschl, jetzt darfst dus auch anschaun, musst nicht auf mich warten). Und heute fahren wir weiter Richtung Norden, mehr wissen wir noch nicht, was auch egal ist.

Freitag, 12. Dezember 2008

Mein letzter Eintrag bevor ich nach hause reise... :(

Das verregnete Queenstown haben wir so schnell als moeglich verlassen und sind ins sonnige Te Anau gefahren. Dort hat uns eine nette Unterkunft erwartet mit Blick ueber die Berge und Schafweiden. Frueh am nachsten Morgen sind wir Richtung Milford Sound gefahren um dort eine Bootstour zu machen. Da wir wie immer puenktlichst das Haus verlassen haben haben wir es gerade noch rechtzeitig auf das Boot geschafft (Ulli musste vom Parkplatz zum Boot sprinten, damit es nicht ohne sie losfuhr). Der Milford Sound war wunderschoen, wenn auch sehr windig und ein bisschen verregnet. Aber das gehoert ja zum Gesamtpaket dazu. Wir haben viele Wasserfaelle und sogar ein paar Gelbaugenpinguine aus naechster Naehe gesehen. Am Heimweg haben wir dann an vielen Touristenaussichtspunkten gehalten und auch ein paar "Wanderungen" unternommen. Am Abend haben wir uns fuer unsere 3 taegige Wanderung vorbereitet.
Am naechsten Morgen wurden wir von einer netten Dame vom Hostel zum Startpunkt des Kepler Tracks gebracht. Wir hatten uns auf einen 6 stuendigen harten Anstieg vorbereitet, der sich aber im Endeffekt als 4 1/2 stuendige mittelmaessig anstrengende Wanderung herausstellte. Dank gutem Wetter hatten wir "gorgeusn and stunning views" ueber die angrenzenden Berge. Dort haben wir es uns gleich gemuetlich gemacht und Sonne getankt. Kurze Zeit spaeter haben wir auch schon unsere erste Huette erreicht. Beim Abendessen haben wir den Steirer David und den Steffen aus Deutschland kennengelernt und mit ihnen einen unterhaltsamen Abend beim Wuerfeln verbracht.
Fruehmorgens wurden wir von ruecksichtslosen Fruehaufstehern (es handelt sich heirbei nicht um Ulli) schon um 5 Uhr geweckt. Die Wanderung war bei weitem anstrengender als am ersten Tag. Es ging bergauf und bergab, am Grat entlang und der Wind hat uns um die Ohren geweht. Die Aussicht war genauso wunderbar wie am ersten Tag. Der Abstieg am Schluss war fuer uns allle sehr anstrengend und der Anblick der Huette war fuer uns alle eine Erleichterung. Die Entspannungsphase wurde uns von den Sandfliegen sehr schwer gemacht. Trotz aller muedigkeit schafften es David und Steffen doch uns noch fuer eine kurze Wanderung zu begeistern, die mit einem tollen Wasserfall belohnt wurde. Auch an diesem Abend haben wir nicht zu wenig gelacht und sind wiedermal als letzte ins Bett gegangen.
Das hat die Mitbewohner unseres Bunkrooms nur sehr wenig gekuemmert und wir wurden wieder sehr frueh aus dem Schlaf gerissen.
Wegen stroemenden Regens war der letzte Tag sehr muehsam und auch die Umgebung war nicht so abwechslungsreich wie die Tage davor (Wald und Wald und Wald) - der einzige David war begeistert.
Durchgenaesst haben wir uns beim Feuer in der letzten Huette etwas gewaermt und getrocknet, bevor wir das letzte Stueck in Angriff nahmen. Die Motivation fuer die letzten Kilometer waren die Fish und Chips die wir uns am Abend goennen wollten und das haben wir dann auch getan.
Als Ausklang des Abends haben uns Steffen und David auf Bier, Wein, Live-Gitarrenmusik und Sternenblick in ihren Van eingeladen. Und man glaubt es kaum - aber man kann in diesem Van zu fuenft uebernachten...
Am naechsten Tag waren wir das Ueberraschungsgeschenk in Queenstown fuer Tessi zum Geburtstag. Das Wiedersehen war sehr schoen und wir haben den Tag mit Wanderung auf den Huegel nahe Queenstown und spaeterem Abendessen in der Stadt verbracht. Ein bisschen wehmuetig haben wir uns wieder trennen mussen, aber Barbara trifft die 4 ja bald wieder.
Das naechste Ziel unserer Reise war Dunedin - wiedermal eine nette kleine Stadt mit steilen Strasse - sehr zur freude von White Angel und Ulli. In der Cadbury Fabrik haben wir leider Weniger Schokolade abgesahnt als erwartet und die Fuehrung war auch nicht gerade spannend. Dafuer haben wir am Abend noch einen wunderschoenen Spaziergang ueber gruene Schafweiden zum Tunnel Beach gemacht.
Den naechsten Vormittag haben wir mit shoppen in der Stadt und einer anschliessenden Sandduenenwanderung auf der Otago Peninsula verbracht. Unsere Anstrengungen wurden mit ein paar fetten Seehunden belohnt, die Ulli und Esther zuerst mit Baumstaemmen verwechselt hatten. Abends gings dann weiter nach Timaru.
Gestern sind wir in Akaroa angekommen. Trotz aller Muedigkeit und dem nicht allzu gutem Wetter haben wir gleich eine kleine Wanderung auf den naechsten Huegel mit wunderschoenen Ausblicken unternommen. Unseren letzten gemeinsamen Abend mit Esther haben wir recht gemeutlich und entspannt verbracht.
Heute fahren wir noch weiter nach Christchurch wo sich unsere Wege trennen werden. Esther fliegt nach Auckland, Ulli fliegt nach HAuse und Barbara nimmt den Bus nach Queenstown, wo sie Tessi und Co trefffen wird.

Mittwoch, 3. Dezember 2008

Photos

http://picasaweb.google.com/Ulli.Barbara.Graf/WasWirInDenLetzteTagenErlebtHaben#

Regen, Regen und hartes Training

Also, zuerst wollen wir mal loswerden, dass wir sehr enttaeuscht davon sind, wie kommentar-faul ihr geworden seid! Aber wir sind ja nicht boese und halten euch trotzdem noch auf dem laufenden.
Seit Klara uns verlassen hat, regnet es jeden Tag. Aber wir lassen uns davon nicht unterkriegen, denn wir muessen uns ja auf unsere dreitaegige Wanderung vorbereiten, auf der es sicher auch Regen geben wird. Wir haben inzwischen schon die Westkueste abgefahren und zusammenfassend kann man sagen: kalt, rauh, regnerisch. Trotzdem sind wir mitten in unserem Trainigsprogramm fuer den Keplertrack:
- Wanderung im Regen zu den Devils-Punshball-Fallsam Arthurs Pass
- Wanderung im Regen am Lake Kaniere bei Hokitika
- Besichtigung der Glowwormdell im Dunkel der Nacht, die Gluehwuermchen waren sehr lieblich anzuschaun und wollten sich leider gar nicht photografieren lassen, und wir haben uns im Dunkeln fast gar nicht gefuerchtet
- Wanderung in starkem Regen durch die ehemaligen Goldminenfelder von Ross
- eigentlich geplantes Eisklettern am Fox-Gletscher musste wegen starkem Regen abgesagt werden
- Franz-Foseph-Gletscher ist wohl nur fuer Flachlaendler spaktakulaer (schmutzig, im Nebel versunken)
- Wanderung ohne Regen, aber dafuer durch pure Wildnis an der Jacksons-Bay bei Haast
- schlussednlich Treppen stegen mit den schweren Rucksaecken uin unserer Unterkunft in Queenstown (am Huegel gelegen)

Wir sind somit auf alle Eventualitaeten vorbereitet und werden mit leichtigkeit die 6-8 Stunden Wanderung pro Tag und die 1000 Hoehenmeter gleich am ersten Tag bewaeltigen.

Nicht vergessen duerfen wir den netten Abstecher in die Puzzlingworld von Wanaka, in der uns im schraegen Raum sehr schwindlig wurde und wo wir im Labyrinth fats verzweifelt sind. Liebe Birgit, Barbara war begeistert!!